9. Internationale Konferenz für Militärsteuerverweigerung und Friedenssteuerinitiativen

Workshop 7

Sinn und Zweck von Steuern nach biblischen Zeugnissen

Moderation: Dr. Dietrich Schirmer, Bericht: Ursula Windsor

Wir hatten 4 Texte vor uns (5.Moses; 2 aus dem Lukas Evangelium und 7 Verse aus dem Römer Brief 13). Aus dem Alten Testament lernten wir, wie wichtig die hebräische Grundlage für das Verständnis des Neuen Testaments ist und wie sozial progressiv die jüdischen Gesetze waren. Das Volk wird aufgerufen, die Früchte seiner Arbeit zu geniessen und zu feiern, aber ein zehntel zu verteilen unter denen, die nichts haben, und zwar den Fremden, den Armen, den Waisen und den Landlosen (Leviten). Also hat das Alte Testament uns viel zu sagen, und es war die Bibel Jesu!

Wir lernen, dass Alles Gott gehört, dass wir Ihn ehren und ihm gehorchen sollen. Das bestimmt unser Leben und unter anderem unsere Haltung zur menschlichen Obrigkeit, so dass wir zwischen den Zeilen des Neuen Testaments lesen und manches als Untergrundliteratur erkennen können. Was Steuern anbelangt, ist der Lukas Text der augenscheinlichste unserer Texte mit der Frage „ist es rechtmäßig, dass wir dem Kaiser Tribut zahlen?“ Die Antwort „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört und Gott, was Gott gehört.“ Nach dem Alten Testament gehört alles Gott!

Ein viel schwierigerer Text ist der Römerbrief, aber auch hier können wir verstehen, dass die Mächte, von denen Paul spricht, Gott untertan sind, und dass sie ihm nur dienen, wenn sie Recht und Gerechtigkeit zum Ziel haben.

Romans 13, 1-7

  1. Let every soul be subject upon the higher powers. For there is no power but of / under God: the powers that be are ordained of / under God.
  2. Whosoever therefore resisteth the power, resisteth the ordenance of God; and they that resist shall receive to themselves damnation.
  3. For rulers are not a terror to good works, but to the evil. Wilt thou then not to be afraid of the power? do that which is good, and thou shalt have praise of the same:
  4. For he is the minister of God to thee for good. But if thou do that which is evil, be afraid; for he beareth not the sword in vain: for he is the minister of God, a revenger to execute wrath upon him that doeth evil.
  5. Wherefore ye must needs be subject, not only for wrath, but also for conscience sake.
  6. For for this cause pay ye tribute also: for they are God's ministers, attending continually upon this very thing.
  7. Render therefore to all their dues: tribute to whom tribute ist due; custom to whom custom; fear to whom fear; honour to whom honour.